Der Chef fliegt f√ľr zwei Monate aus und das siebenk√∂p¬≠fige Team ist auf sich alleine gestellt? Kein Prob¬≠lem f√ľr uns. 

Manch¬≠mal haben Chefit√§ten die Ein¬≠stel¬≠lung: ‚ÄěOhne mich geht gar nichts.‚Äú Unser Chef tickt da anders. Von Ende April bis Anfang Juli haben wir den Laden (fast ganz) ohne Flo¬≠ri¬≠an geschmis¬≠sen. Ver¬≠trauen, gute Organ¬≠i¬≠sa¬≠tion, gute Vor¬≠bere¬≠itung, klare Zust√§ndigkeit¬≠en sind dabei wichtige Kom¬≠po¬≠nen¬≠ten.

Prolog: Die VorgeschichteūüďĖ

Von heute auf mor¬≠gen geht man(n) (Flo¬≠ri¬≠an) nat√ľr¬≠lich nicht ein¬≠fach so in eine Auszeit. Flo¬≠ri¬≠an hat sich in den let¬≠zten zehn ‚ÄĒ fast elf ‚ÄĒ Jahren eine gute Unternehmensstruk¬≠tur und ein Team aufge¬≠baut, von dem er wusste, dass es das stem¬≠men kann. Wahrschein¬≠lich w√§re eine Auszeit f√ľr Flo¬≠ri¬≠an bis vor weni¬≠gen Jahren noch nicht so ganz vorstell¬≠bar gewe¬≠sen. Der Wun¬≠sch war aber schon da. Und wie wir immer so sch√∂n sagen: Wer wei√ü, wo sein Ziel ist, wei√ü auch, was er tun muss, um dor¬≠thin zu kom¬≠men.

Der Chef l√§sst los ‚Äď das Team f√§ngt aufūüēäÔłŹ

Wenn Zust√§ndigkeit¬≠en, Abl√§ufe und Entschei¬≠dungs¬≠bere¬≠iche klar sind und die Umset¬≠zungskom¬≠pe¬≠ten¬≠zen nicht auss¬≠chlie√ülich am Chef h√§n¬≠gen, dann ist eine l√§n¬≠gere Auszeit auch stemm¬≠bar, ohne dass das Unternehmen in die Bre¬≠douille ger√§t. Und: Es braucht nat√ľr¬≠lich so wie in jed¬≠er Abwe¬≠sen¬≠heit eine*n Vertreter*in. Bei uns war das Ursu¬≠la. 

Sie hat die Posi¬≠tion aus¬≠ge¬≠f√ľllt, als h√§tte sie nie etwas anderes gemacht. Nat√ľr¬≠lich ist sie als Head of Social Media Mar¬≠ket¬≠ing grund¬≠s√§t¬≠zlich schon an diese Art von Auf¬≠gabe gew√∂h¬≠nt, den¬≠noch war es f√ľr sie (wie sie selb¬≠st sagt) eine span¬≠nende Her¬≠aus¬≠forderung, mit der das Ver¬≠st√§nd¬≠nis f√ľr Flo¬≠ri¬≠an auch gewach¬≠sen ist. Und: Wie wir bere¬≠its mehrfach erw√§h¬≠nt haben, Flo¬≠ri¬≠an w√§re im Not¬≠fall immer erre¬≠ich¬≠bar gewe¬≠sen. Anson¬≠sten gab es zwei Abstim¬≠mungscalls, aber das war es auch schon. 

Uns als Team war es wichtig, Flo­ri­an während sein­er Auszeit nicht zu stören. Wir woll­ten ihm zeigen: Du hast dein Ver­trauen aus gutem Grund in uns geset­zt und wir ver­di­enen es.

Florian-f√ľr-alles!ūüíĀūüŹĽ‚Äć‚ôāÔłŹ

Flo¬≠ri¬≠an ist Herz und Seele, Hand und Fu√ü von voor. Das hei√üt, er ist nicht nur strate¬≠gis¬≠ch¬≠er Kopf und Anf√ľhrer der voor-Bande, er ist der Brief¬≠bote, der Blu¬≠mengie√üer, der Haus¬≠meis¬≠ter und ein¬≠fach Flo¬≠ri¬≠an-f√ľr-alles. Auch diese Auf¬≠gaben mussten intern neu geord¬≠net wer¬≠den. Chris¬≠t¬≠ian wurde zum Haus¬≠meis¬≠ter, hat T√ľren abgeschlif¬≠f¬≠en und Son¬≠nen¬≠blenden mon¬≠tiert, Ursu¬≠la hat¬≠te Pflanzengie√ü¬≠di¬≠enst (sein¬≠er Ansicht nach der gr√∂√üte Fehler in der Auf¬≠gaben¬≠ver¬≠gabe, aber Ursu¬≠la hat ihn vorge¬≠warnt ‚ÄĒ die Pflanzen leben noch!), der auch mal an Sarah √ľber¬≠tra¬≠gen wurde und so weit¬≠er. Flo¬≠ri¬≠an ist aber auch Feel-Good-Man¬≠ag¬≠er, ob er das will oder nicht. Denn beim ersten Flo¬≠ri¬≠an-freien-Meet¬≠ing, bei dem es darum ging, was in der Abwe¬≠sen¬≠heit des Chefs aus¬≠pro¬≠biert wer¬≠den k√∂n¬≠nte, war der einzige Punkt, der zur Verbesserung des Arbeit¬≠sum¬≠feldes erw√§h¬≠nt wurde, die gesunde Jause. So wurde Han¬≠nah los¬≠geschickt, um uns mit guter Jause zu ver¬≠sor¬≠gen und unseren Schoko¬≠ladenkon¬≠sum zu senken.

Eine Auszeit geh√∂rt vorbereitet ūüďč

Egal, ob Mitarbeiter*in oder Chef*in, ist eine Auszeit in Pla¬≠nung, geh√∂rt sie intern ein¬≠fach gut vor¬≠bere¬≠it¬≠et. Stim¬≠men die inter¬≠nen Abl√§ufe, das Pro¬≠jek¬≠t¬≠man¬≠age¬≠ment und wird trans¬≠par¬≠ent gear¬≠beit¬≠et, dann ist eine gute Basis vorhan¬≠den. Nat√ľr¬≠lich geh√∂rt auch ein Team dazu, dass das n√∂tige Know-how hat. Aber wenn die Exper¬≠tise und Wis¬≠sen auss¬≠chlie√ülich am Chef h√§n¬≠gen, l√§uft sowieso etwas falsch. Ein Punkt, der nicht au√üer Acht gelassen wer¬≠den kann, sind rou¬≠tinierte Abl√§ufe. Denn wo Rou¬≠ti¬≠nen vorhan¬≠den sind, kann mit Unvorherge¬≠se¬≠hen¬≠em gut umge¬≠gan¬≠gen wer¬≠den.

He is backūüėé

Nicht falsch ver¬≠ste¬≠hen: Es lief alles wie am Schn√ľrchen und trotz¬≠dem sind wir sehr froh, dass Flo¬≠ri¬≠an wieder da ist. Denn er ist f√ľr uns ein¬≠fach uner¬≠set¬≠zbar. Diese Auszeit war f√ľr uns alle eine Zeit viel¬≠er Learn¬≠ings. Und Flo¬≠ri¬≠an hat¬≠te Zeit, seinen Kopf mal frei zu bekom¬≠men und ist mit einem B√ľn¬≠del voller Ideen und Vorhaben zur√ľck¬≠gekom¬≠men. Genau deshalb braucht es auch manch¬≠mal eine l√§n¬≠gere Pause, damit Ideen von selb¬≠st wach¬≠sen k√∂n¬≠nen und sich ihren Weg suchen.

Das heißt: Wir haben einige Verän­derun­gen vor uns und freuen uns schon, dir davon zu bericht­en! Also, stay tuned.

Nachsatz ‚Ķūüó£ÔłŹ

An alle Chef*innen da drau√üen: Trau dich, g√∂nn dir auch mal Zeit f√ľr dich, schenk deinen Mitarbeiter*innen das Ver¬≠trauen und lass dir von ihnen deine (beru¬≠fliche) Ent¬≠behrlichkeit beweisen.ūüíĀūüŹĹ‚Äć‚ôÄÔłŹ

An die Mitarbeiter*innen: Glaub an deine Pro¬≠fes¬≠sion¬≠al¬≠it√§t und dein K√∂n¬≠nen, hab‚Äô Ver¬≠trauen in deine F√§higkeit¬≠en und schick deinem Chef diesen Blog¬≠a¬≠r¬≠tikel, f√ľr Papa-Monat‚ÄĎ, Urlaubs- oder Auszeits-Inspo.ūüėČ